Mr. Olympia 2026: Die Ergebnisse im Check. Knappe Entscheidungen und große Überraschungen

Mr. Olympia 2026 Ergebnisse: Scorecard des Open Bodybuilding mit Nick Walker und Samson Dauda

Der Mr. Olympia 2026 ist Geschichte und hat den Fans einiges geboten. Wie schon im Vorjahr gab es in vielen Klassen neue Champions, und längst nicht jede Entscheidung war eindeutig. Wie eng es wirklich zuging, zeigt erst der Blick auf die Wertungszettel. Hier sind die Mr. Olympia 2026 Ergebnisse mit den wichtigsten Geschichten des Wochenendes.

🏆 Podium-Überblick: die bekannten Platzierungen

Klasse🥇 Platz 1Weitere Podiumsplätze
Open BodybuildingNick Walker (erster Olympia-Titel)Details siehe Scorecard
Classic PhysiqueNiall Darwen (7 Punkte)🥈 Mike Sommerfeld (10), 🥉 Ramon (14)
212Keone PearsonDetails siehe Scorecard
Men’s PhysiqueRyan Terry (4. Titel in Folge)🥈 Ali Bilal (12), 🥉 Kyron Holden
FigureDetails siehe Scorecard🥉 Denise Zwinger-Tynek
FitnessMichelle Fredua-MensahDetails siehe Scorecard

Open Bodybuilding: Dauda gewinnt das Finale, Walker die Krone

In der Königsklasse wird an zwei Tagen gewertet. In den vergangenen Jahren hat sich mehrfach gezeigt, dass am Finaltag noch alles passieren kann. 2026 galt das ganz besonders für die Spitze.

Samson Dauda lag nach der Vorwahl nur auf Platz 3. Die Kampfrichter sahen damals ein enges Duell zwischen Nick Walker und Derek Lunsford. Doch der Brite, der schon am ersten Tag besser aussah als im Vorjahr, legte im Finale noch einmal deutlich zu und wurde dort klar auf Platz 1 gesetzt.

Für den Gesamtsieg reichte das trotzdem nicht. Nick Walker sicherte sich seinen ersten Olympia-Titel mit zwei Punkten Vorsprung. Die Tür für eine Revanche im nächsten Jahr steht also weit offen.

Bewegung hinter den Top 5

Auch dahinter ging es zwischen Vorwahl und Finale hin und her. Behrooz Tabani startete mit 49 Punkten nur auf Platz 10 und verbesserte sich im Finale deutlich. Der Iraner trat nicht ganz so präsent auf, wie manche Fans gehofft hatten, doch es war ein guter zweiter Olympia-Auftritt. Er will sich im kommenden Jahr weiter nach vorn arbeiten.

Enttäuscht dürfte dagegen Martin Fitzwater sein. Der hoch veranlagte Athlet stand schon in der Vorwahl im zweiten Callout nur am Rand und wurde im Finale sogar noch schlechter bewertet. Ähnlich erging es mehreren Startern außerhalb der Top 10. Für die Zuschauer war es ein unterhaltsamer Wettkampf.

Classic Physique: Darwen gewinnt, Sommerfeld wird erneut Zweiter

Zweimal hatte sich Mike Sommerfeld bereits mit dem Vizetitel begnügen müssen, beide Male mit einstelliger Punktzahl. Das bedeutet, dass mindestens zwei Kampfrichter ihn damals auf Platz 1 sahen. Bei seinem dritten Vizetitel war es anders.

Niall Darwen wurde als neuer Champion mit 7 Punkten keineswegs einstimmig gewertet. Sommerfeld landete trotzdem bei 10 Punkten. Wie das zustande kam, lässt sich nur vermuten. Geht man davon aus, dass kein Kampfrichter Darwen auf Platz 3 sah, wäre diese Verteilung denkbar (jeweils bestes und schlechtestes Ergebnis gestrichen):

Athlet (Punkte)Richter 1234567
Niall (7)1111222
Mike (10)2232113
Ramon (14)3323331

Hinweis: Das ist eine mögliche Rekonstruktion, keine offizielle Angabe.

Dahinter war ebenfalls nichts eindeutig. Wesley Vissers, zweifacher Arnold-Sieger, knackte erstmals die Top 5 beim Olympia. Luca Reger verpasste mit Platz 11 nur knapp das Finale. Für das nächste Jahr darf der Deutsche den Blick nach oben richten.

Figure: Denise Zwinger-Tynek schießt in die Top 3

Bei ihrem Debüt hatte Denise Zwinger-Tynek sensationell Platz 4 belegt und die Top 3 nur knapp verpasst. In diesem Jahr gelang ihr das selbst gesteckte Ziel: ein Platz nach vorn und damit Rang 3. Einige Judges sahen sie auf der Scorecard sogar noch besser, was für 2027 Selbstvertrauen geben dürfte.

Aus deutscher Sicht gibt es weitere Glückwünsche: Lena Ramsteiner, Jennifer Zienert und Dorethane Agathina erreichten die Top 5 beziehungsweise die Top 10.

212: Keine Wachablösung

Kann man Keone Pearson schlagen? Diese Frage stellte sich vor dem Wettkampf, nachdem der Champion im Vorjahr nicht optimal gewirkt hatte. Schon kurz nach Beginn war klar, dass es 2026 kein Vorbeikommen gab.

Größer waren die Überraschungen dahinter:

  • Shaun Clarida fiel deutlich ab. Mit 17 Punkten sahen ihn mehrere Judges sogar schlechter als auf Platz 3. Im Vorjahr war er dem Sieger noch gefährlich geworden und hatte 2025 einen Open-Wettkampf gewonnen.
  • Angel Calderon Frias, viele Jahre fester Bestandteil des ersten Callouts, kam nach der verletzungsbedingten Pause nur auf Platz 15.
  • Nihat Kaya (23) war im Vorjahr mit 19 Punkten Zweiter. Diesmal schaffte er das Gewicht erst auf den letzten Metern, was man ihm ansah. Die Judges setzten ihn mit 26 Punkten auf Platz 5.

Men’s Physique: Terry stellt Rekord ein

Hier wiederholte sich das Bild des Vorjahres, nur mit anderem Personal. Ryan Terry gewann zum vierten Mal in Folge und stellte damit den Rekord von Jeremy Buendia ein. Der Brite will trotz gesundheitlicher Probleme im nächsten Jahr den fünften Titel holen. Nach Meinung der Judges ist derzeit niemand in Sicht, der ihm gefährlich werden könnte.

Zum zweiten Mal in Folge wurde Ali Bilal mit 12 Punkten Zweiter. Neuer Verfolger ist Kyron Holden, der bei der Pittsburgh Pro überraschend Bilal geschlagen hatte und als Mann der Stunde nach Las Vegas kam. In der Vorwahl sahen ihn die Judges im Dreiervergleich in der Mitte, doch Bilal konnte er kein zweites Mal bezwingen. Im Vorjahr war noch Brandon Hendrickson mit 13 Punkten Dritter.

Fitness: Die Kür wirbelt die Wertung durcheinander

Die Fitness-Klasse ist die einzige beim Olympia, in der neben der Physis auch die Leistung bewertet wird. Das Line-up zählt zu einem Drittel, die Kür zu zwei Dritteln. Deshalb fällt das Finale oft ganz anders aus als die Vorwahl, so auch 2026.

An der Spitze gab es keine Zweifel: Michelle Fredua-Mensah steigerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Allison Dominguez und Stephanie Jones waren in der Vorwahl noch in den Top 3, rutschten aber wegen der Kürwertung im Gesamtranking nach unten.

Fazit: Das zeigen die Mr. Olympia 2026 Ergebnisse

Die Scorecards erzählen mehr als die reine Platzierung: Nick Walker gewinnt seinen ersten Titel knapp, Samson Dauda brilliert im Finale, Niall Darwen setzt sich in der Classic durch, und Ryan Terry schreibt Geschichte. Für 2027 bleibt es spannend.

Welches Ergebnis hat dich am meisten überrascht? Schreib es gern in die Kommentare!

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